Rapport de la réunion de la Délégation Centrale, le 13 mars 2025
Die Anpassung der Schichtpläne in den verschiedenen Betrieben (EI, MI, BU und TM) bereitet den CFL-Mitarbeiter und den Gewerkschaften weiter Kopfzerbrechen.
In der Sitzung resümierte der RH-Direktor noch einmal die einzelnen Etappen dieses Dossiers:
Die Personalabteilung der CFL berief eine Arbeitsgruppe mit den verschiedenen Dienststellen (EI, MI, BU und TM) ein, um neue Dienstpläne auszuarbeiten. Diese Dienstpläne wurden auf der Grundlage gemeinsamer Kriterien ausgearbeitet, dies, um faire und gleiche Bedingungen zwischen den verschiedenen Betrieben und Dienststellen zu gewährleisten.
An den folgenden Kriterien halten Direktion und Betriebe fest:
• eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitsdauer von mindestens 36,8 Stunden
• maximal 2 Übergänge auf einen Zeitraum von 5-Wochen
• 2 Doppelruhetage müssen pro Referenzperiode auf ein Wochenende fallen
• 8-Stunden Arbeitsschichten
Also hat sich die CFL schlussendlich zu einem Modell mit drei Acht-Stunden-Schichten entschieden. Dies, da sie der Meinung sind, dass die drei Acht-Stunden-Schichten am sichersten, sowohl für die Mitarbeiter als auch für den Arbeitgeber sind.
Des Weiteren wiesen sie das Argument zurück, dass es ein Vorteil wäre, wenn der Anfang bzw. das Ende von Baustellenarbeiten mit Schichtbeginn bzw. Schichtende übereinstimmte. Laut ihren Nachforschungen würde die Praxis ein anderes Bild aufzeigen.
Weitere Argumente der Sozialpartner wurden wegen Sicherheits- und medizinischen Bedenken abgetan, sodass die CFL am Ende nur noch ihr Modell vorantreibt.
Seitens des SYPROLUX verstehen wir die Bedenken der CFL, Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter sind oberstes Gebot. Wenn es demnach solche Bedenken gibt, können diese nicht ignoriert werden. Trotzdem hätten wir uns als SYPROLUX vor allem am Anfang einen offeneren Dialog gewünscht, bei dem alle Parteien mit offenen und ehrlichen Karten gespielt hätten.
Als SYPROLUX unterstützen wir die Abschaffung der „Galopptouren“. Die verkürzte Ruhezeit zwischen 2 Schichten verstieß nicht nur gegen geltendes Arbeitsrecht, sondern ist mit Blick auf Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter einfach nicht mehr haltbar. Als SYPROLUX begrüßen wir ebenfalls die Tatsache, dass in Zukunft zusätzliche feste Touren geschaffen werden, die den Kolleg:innen aus der Reserve zugutekommen.
Doch anstatt felsenfest am 3X8 System festzuhalten, wünschen wir uns als SYPROLUX, dass die Direktion eine Geste des Entgegenkommens für die Fahrdienstleiter hat: ein Dienstplan basierend auf 6-9-9 Stunden ermöglicht die Abschaffung der Galopptouren und eine Reduzierung der maximalen Arbeitsdauer der 10 Stunden Nachtschicht und die kurze Frühschicht ermöglicht vielen Tiercé-Mitarbeiter eine bessere Worklife balance. Als SYPROLUX bleiben wir der Meinung, dass man die Mitarbeiter zu beiden Vorschlägen befragen sollte.
In der Sitzung teilte der OGBL-Landesverband ebenfalls mit, mit dem Vorhaben der Direktion nicht einverstanden zu sein. Indes teilte der CFL-Personaldirektor mit, dass man Informationsversammlungen für das betreffende Personal organisieren werde. In diesen werden die Vertreter der Direktion den Standpunkt der CFL erklären und den Beteiligten auf ihre Fragen antworten.
Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, das A und O der CFL
Die CFL-Sicherheitsbeauftragte Mylène Bianchy gab einen kurzen Überblick über Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Auch wurden die Arbeits- als auch die Wegeunfälle angesprochen.
Abschließend vergleicht die Sicherheitsbeauftragte die Unfallzahlen von Januar 2025 mit denen von Januar 2024. Insgesamt ist ein Rückgang der Arbeitsunfälle zu verzeichnen, während die Zahl der Wegeunfälle zugenommen hat, was vermutlich auf die Eisglätte im Januar 2025 zurückzuführen ist.
Folgende Veranstaltungen zum Thema Sicherheit sind angekündigt:
• 21. April – 2. Juni: Sicherheitsumfrage
• 5. Juni: ILCAD-Tag
• 4. Juli: Sicherheitstag.
Die CFL informiert die Personalvertreter, dass das Gehälterabkommen des öffentlichen Dienstes, ebenfalls auf die Eisenbahner:innen angewandt wird, sobald das entsprechende Gesetz in Kraft tritt.
Neues Regelwerk im BMS:
Nach einer internen Prüfung des BMS wurde zwei neue Reglemente erstellt: die IG 254 und IG 255. Diese Dokumente regeln einerseits den Aspekt Organisation, andererseits die betrieblichen Aufgaben und Abläufe in der „Télésurveillance“ und „Vidéosurveillance“.
Das Dokument zur Organisation beschreibt Dienstanweisungen, Rolle und Aufgaben des BMS und enthält das aktuelle Organigramm des BMS. Missionen und Aufgaben sind genau geregelt, Arbeitsabläufe genaustens festgehalten, dies sowohl für den normalen Arbeitsalltag als auch in einer sogenannten „situation dégradée“.
Des Weiteren wurde ein Prozess definiert, der die Handlungsweise der Mitarbeiter ordnet im Falle eines Alarms an Notfallsäulen, in Aufzügen, u.a. Der Noma (Notfallmanager) wird in die Informations- bzw Benachrichtigungsschlaufe miteingebunden.
Personalbestand 2025/2026
Im Rahmen einer „Délégation Centrale restreinte“ wurde am 28. Februar der Personalbestand (effectif) ausführlich vorgestellt und besprochen.
Die wichtigsten Punkte wurden in der Zentraldelegation nochmals vorgestellt. Der Personalbestand soll um 200 ETP steigen für das Jahr 2026.
Die Sozialpartner begrüßen diese Entwicklung, weisen aber darauf hin, dass die größte Herausforderung darin bestehe, die eingestellten Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Denn nur so kann man den Mangel an Personal in den verschiedenen Bereichen auffangen.
Ebenso stellen die Sozialpartner fest, dass eine Überarbeitung der Lerninhalte und Examensprogramme in verschiedenen Bereichen, dringend notwendig ist, da die Erfolgsquote während der Ausbildungszeit gering ist.
Gleichungen zwischen MI und TM
Im Jahre 2007 ist im TM-Betrieb eine Prämie für Rangierfahrer (CDM) eingeführt worden. Im Gegensatz zum MI-Betrieb, wo es diese Prämie für Robel-Fahrer nicht gibt, obwohl diese sowohl auf den Hauptstrecken als auch auf den Baustellengleisen fahren müssen. Deshalb wurde entschieden, diese 10 Punkte Prämie ebenfalls den Robel-Fahrern zu erteilen, da es sich um das gleiche Berufsbild handelt. Die Prämie ist aber ganz klar an den Fahrdienst gebunden. Die Prämie entfällt, sobald der Mitarbeiter keinen Fahrdienst mehr gewährleistet.
Darüber hinaus soll eine genaue Analyse durchgeführt werden, um einen Schulungsbedarf der MI-Robel-Fahrer zu ermitteln, da die Anzahl von Zwischenfällen und Signal Überschreitungen höher liegt, als die im TM-Dienst.
Winterdienst
Der RH-Direktor bestätigte, dass die unterschiedlichen Brigaden vom Zugbegleiter des 1. Zug über die vorherrschende Wetterlage informiert werden. Auf Grund dieser wird entscheiden, ob die Schneewache ausrücken muss. Angesichts dieser Feststellung stellt sich die Frage ob die Auslösung des Winterdienstes nicht verbessert werden soll bzw muss…
Arbeitsunfähigkeit
Im Krankenreglement (OG33) müssen unterschiedliche Anpassungen vorgenommen werden. Die CFL hat sich zum Ziel gesetzt, eine möglichst hohe Zahl der sogenannten „agents inaptes“ neuen Tätigkeiten auf festzugeteilten Arbeitsposten zu zuführen. Hier soll der Fokus auf die Fähigkeiten des Mitarbeiters gelegt werden und durch Weiterbildung gefördert werden. Auch sollen die „agents inaptes“ nicht einer etwaig bestehenden in- oder externen Konkurrenz ausgesetzt werden.
Für Mitarbeiter, die weniger als 10 Dienstjahre aufweisen, ist eine Verfahrensänderung geplant. Der Begriff „provisorische Arbeitsunfähigkeit“ wird in „Arbeitsunfähigkeit mit Einschränkungen“ umbenannt, da es darum geht die Fähigkeiten eines Einzelnen hervorzustreichen. Man erhofft sich mit diesen Maßnahmen, die vorherrschende negative Haltung so mancher Dienststellen den „agents inaptes“ zu verringern.
Ein Abschied
Dies war die letzte Sitzung der Délégation Centrale von Paul Gries. Er tritt nun in seinen wohlverdienten Ruhestand ein. Wir wünschen Paul einen guten, langen und gesunden Ruhestand. Wir danken dir, Paul, für die langjährige gute Gewerkschaftsarbeit.
für den SYPROLUX
Mylène Bianchy
Paul Gries
Steve Watgen
François Duhr
Ed Mallinger