Bericht des Comité Mixte vom 26. September 2018

Ohne Prozeduren läuft gar nichts!

Der Generaldirektor Marc Wengler berichtete über die ersten Erkenntnisse der Analyse des Fahrplans 2018. Die Pünktlichkeit der Züge hat sich leicht verbessert, die Ausfälle der Züge ist allerdings angestiegen. Dieser Anstieg wurde durch die Streikaktionen bei der SNCF beeinflusst. Ohne diese Ausfälle hätte die CFL ihre Objektive erreicht. Die Hauptursache für Verspätungen/Ausfälle liegt weiterhin bei dem sogenannten Dominoeffekt (Überlastung der Strecken und der Bahnhofskapazitäten bei Zwischenfällen-Incidents/Accidents). Größere Einflüsse haben ebenfalls die Zwischenfälle beim Rollmaterial, sowie die Importierten Verspätungen (DB, SNCF, SNCB).

CFL-Personal kommt gut an

Eine Meinungsumfrage bei den Kunden (1900 Personen) und den CFL-Mitarbeitern (500 Eisenbahner) wurde durchgeführt. Die Kunden bewerten die Arbeit des CFL-Personals positiv, beklagen sich jedoch weiterhin über Verspätungen und Informationsfluss (Züge/ Bahnhöfe/Haltestellen). Der Generaldirektor richtet seinen ausdrücklichen Dank an alle beteiligten Mitarbeiter.

Der Zeitplan für den Ausbau des Bahnhofs Luxemburg:

  • 2019 – Inbetriebnahme eines Gleises am Bahnsteig 5.
  • 2021 – Inbetriebnahme3weitererGleisean den Bahnsteigen 5 und 6.

Das finanzielle Resultat 2018 der CFL-Gruppe wird durch den längeren Streik auf dem französischen Netz negativ beeinflusst.

Positive Ergebnisse bewirken ebenfalls die Internetseite „jobs@cfl.lu“, sowie die Resonanz beim „Jobdating“ (300 Bewerbungen).

Journée de sécurité: neuer Rekord

Die Statistiken bei den Arbeitsunfällen entwickeln sich allgemein in die richtige Richtung. Die Anzahl der Zwischenfälle bei den Bahnübergängen ist weiterhin besorgniserregend. Die Sensibilisierung der Straßenbenutzer (Kinospot) und die Informationen (ILCAD 2018) sind von den Leuten positiv aufgenommen worden. Die Beteiligung bei der „Journée de sécurité“ erreichte einen neuen Rekord: 1500

Teilnehmer. Die Direktion wünscht sich eine aktive Beteiligung der Mitarbeiter bei der angekündigten Analyse der Sicherheit bei den CFL, ausgeführt in Zusammenarbeit mit der Firma Dupont de Nemours.

Arbre de causes – verständlich erklärt

Der GI-Direktor Henri Werdel gab Erklärungen zum „Arbre des causes“ bei Unfall vom 6. September 2017 in Dommeldingen. Er erläuterte die Maßnahmen und Aktionen, die anhand der Erkenntnisse durchgeführt wurden. Ziel ist es die Sicherheit der Mitarbeiter zu verbessern, und die Aufgaben und Verantwortungen klar zu definieren.

PEPS & Dirty Dozen

Die Generalordre N°4 wurde auf 2 Schwerpunkten angepasst:

  • Gründung der Plattform „PEPS“ Plateforme-Echange-Partage-Sécurité
  • Anleitung zur Analyse von „Incidents/ Accidents“. „Dirty Dozen“ 12 Faktoren um die Sicherheit zu verbessern.

Videoüberwachung

Die Prozedur bei der Videoaufsicht muss auf Grund von Gesetzesänderungen angepasst werden. Das CD (Comité des directeurs) wird die Anfragen genehmigen, und die Abteilung „S&E“ verwaltet die Datenbank der Kameras/ Aufzeichnungen. Die S&E-Abteilung informiert die Abteilungen und die Zentraldelegation.

Informationsfluss gewährleisten

Im gemischten Beirat kam man über ein, bei schweren Arbeitsunfällen den Informationsfluss über eine Prozedur zu optimieren. Die Personalvertretung soll ebenfalls über den Sicherheitsdelegierten von den Geschehnissen in Kenntnis gesetzt werden.

Die Direktion präsentierte einen ersten Entwurf der die Nutzung von mobilen Telefonen und anderen mobilen Geräten regeln soll. Das neue Dokument OG N°19 wurde im Prinzip gut geheißen. Verschiedene Anpassung und Formulierung müssen vorgenommen werden, ehe die Zentraldelegation ihre Standpunkt (Avis) abgeben kann.

Neues Rollmaterial

Die Anschaffung von neuem Rollmaterial wird in der nächsten Aufsichtsratssitzung beschlossen. Es handelt sich um 22 Triebwagen (von je 80 Meter) und 12 Triebwagen von je 160 Meter). Das neue Material soll die Triebwagen der „Série Z2000“ er- setzen, und die Kapazität (Sitzplätze) um 47% steigern. Die Auslieferung soll ab dem Jahr 2022 erfolgen. Zur Wartung und Abstellung (garage) des neuen Materials werden derweil Lösungen analysiert. Die Auslieferung von 2 weiteren Triebwagen (der Baureihe KISS) ist für 2019 geplant.

Hitzewelle 2018

Die Hitzewelle vom Sommer 2018 forderte Anpassungen auf verschiedenen Ebenen. Beim Rollmaterial reduzierte man den Einsatz der Triebwagen (Z2000), da diese nicht klimatisiert sind. Die Sperrung der Strecke 60 (Arbeiten zwischen Lux-Bt) ermöglichte dies.

Die Anpassungen der Dienstzeiten (Direktionsgebäude) wurden in dieser Zeit vorgenommen, das Timing soll noch optimiert werden.

Weiterhin sollen nach Lösungen für die Gebäude (CLIF-BT und Büros im CRM) gesucht werden. Zufriedenstellendes Feedback kam aus den Gebäuden: Neues Stellwerk PDL, GI-Gebäude Millwée, Bâtiment Dôme.

Trotz großer Hitze konnten die geplanten Großbaustellen in den geplanten Zeiträumen termingerecht erledigt werden. Dank gebührt den GI-Mitarbeitern und allen andern CFL-Mitarbeitern, die an diesen Projekten beteiligt waren. Der Busdienst zwischen Luxemburg und Bettemburg verlief größtenteils einwandfrei, kleine Anpassungen können in zukünftige Planungen einfließen. Die Koordination in der Busleitstelle, der Einsatz von Studenten (Kundenberatung vor Ort) führten zu positiven Bewertungen der Reisenden.

Poste isolé Echternach

Die Verlegung der Bushaltestelle in Echternach führt dazu, dass die Außenstelle Ettelbrück, mit der Inbetriebnahme der neuen Infrastrukturen in Echternach, Ende 2019 in Echternach angesiedelt wird. Die Busfahrer werden der Außenstelle Echternach angegliedert, können jedoch eine andere Versetzung beantragen.

Fahrplan 2019 – wenig neues

Der Fahrplan 2019 wird keine wesentlichen Änderungen beinhalten. Die Sättigung der Streckenabschnitte, die Kapazitäten in den Bahnhöfen, erlauben keine strukturellen Änderungen. Der Fahrplan 2020 (mit der Inbetriebnahme des neuen Viadukt, sowie eines neues Bahnsteigs ein Gleis am Bahnsteig 5) wird die Kapazität im Bahnhof Luxemburg erhöhen.

PAT – schneller zur Praxis übergehen

Die Ausbildung der Zugführer (Agent PAT) wird umgeändert. Die Ausbildung wird in Module aufgeteilt. Die Ausrichtung (Theorie und Praxis) wird optimiert. Die Etappen sind so aufgebaut, dass der luxemburgische Teil abgeschlossen ist, ehe die Ausbildung für die anliegenden Länder (DB, SNCF, SNCB) erfolgt.

Auris

Ausführliche Erklärungen gab der Ressortdirektor GI/D über die Testphase des Fahrgastinformationssystem AURIS. Ge- testet wurde auf den Strecken L60 (Beval/ Uni-Pét/R) und L70 (Pét-Dr). Anpassungen mussten beim Regulieren der Lautstärke/ Helligkeit vorgenommen werden. Die Schulung erfolgt planmäßig im Bahnhof

Esch (Fdl) und Bettemburg (Agent MI). Der Fahrdienstleiter hat Priorität mit seinen An- sagen auf die automatischen Ansagen.

BLZ

Der Umzug in die Betriebsleitzentrale (GI und EF) verlief nach Plan. Das vorgesehene Personal ist vor Ort (Es fehlen 2 Einheiten beim GI der NOMA-Posten wird noch besetzt). Eine Bilanz über die Zusammenarbeit kann erst später gezogen werden.

GSM-R

Die Einführung des GSM-R (Ersetzt den Zugbahnfunk RST), ist das Handynetz der Eisenbahn und ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2018 geplant. Die Bedienpulte mussten angepasst werden, an 2 Standorten musste am Empfang des Funknetzes nachgebessert werden. Das Netz läuft im Hintergrund damit eine Reihe von Tests durchgeführt werden können. Es werden auch noch Roamingverträge mit den Netzbetreiber der Nachbarländer abgeschlossen.

Paul GRIES