Reform im öffentlichen Dienst

Wir sind noch nicht am Ende angelangt

Auch wenn die Reform im öffentlichen Dienst, sowie die Abänderung der Generalorder 3 zur Laufbahnentwicklung Ende des Jahres 2017 abgeschlossen werden konnte, sind wir in diesem Dossier noch lange nicht am Ende. Daher führt der SYPROLUX derweil Gespräche mit dem Minister für den öffentlichen Dienst und mit den Vertretern der Gemeindebeamtengewerkschaft FGFC. Kontakt hat man ebenfalls mit der Staatsbeamtengewerkschaft CGFP aufgenommen. Dieser Austausch ermöglicht eine Analyse der Umsetzung besagter Reform in anderen Staatsverwaltungen und öffentlichen Betriebe.

So traf sich am Morgen des 17. Januars eine SYPROLUX-Delegation um die Präsidentin Mylène Bianchy mit dem zuständigen Minister für den öffentlichen Dienst, Dan Kersch. Hier betonte der SYPROLUX ein weiteres Mal, dass die 80-80-90% Regelung die Attraktivität der CFL arg belaste. Erschwerend ist die Tatsache, dass die gesamte Ausbildungszeit nicht als sogenannte „ancienneté de service“ angerechnet wird. Denn bei den CFL muss das Personal nach den Ausbildungsexamen (z.B.: nach einem Jahr) in ihrem Job (z.B.: Fahrdienstleiter, Lokomotivführer, …) zu 100% Verantwor- tung übernehmen. Für den SYPROLUX ist daher klar: 100% Verantwortung = 100% Lohn.

Ein weiterer Punkt sind die Laufbahnexamen, welche den Übergang vom sogenannten régime général zum régime supérieur einleiten. Laut Aussagen des Ministers und seiner Berater ist es selbstverständlich, dass diese Laufbahnexamen jedes Jahr veranstaltet werden. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit bestätigten uns die Kollegen der FGFC, dass dieses Prozedere ebenfalls in ihrem Sektor angewandt wird. Diese Aussagen untermauern demnach ganz klar die Position des SYPROLUX, welche besagt, dass jeder Eisenbahner, das Recht hat weitestmöglich in seiner Laufbahn voran zu kommen. Nur so kann man dem Mitarbeiter Perspektiven zur Entwicklung in seinem Berufsleben bieten.

Des Weiteren wurden die „Postes à responsabilité particulaire (Pàrp)“ angesprochen, wo der SYPROLUX einen weiteren Punkt offenlegte: und die Möglichkeit ansprach auch in niedrigeren Graden einen „Pàrp“ einzuführen, umso auch dieses Personal zu belohnen. Denn in der Praxis haben z.B.: die Fahrdienstleiter oder die Lokomotivführer einen verantwortungsvollen Job zu erledigen

Weitere Probleme sehen wir als SYPROLUX bei der Einteilung der verschiedenen Laufbahnen. So wird Personal mit einem 13ième Abschluss immer noch in die M-Laufbahn eingeteilt. Hier empfahl der Minister uns, die Ausschreibung des Postens genau anzusehen um festzustellen in welche Laufbahn die Person eingeteilt wird und gegebenenfalls diese im RH-Betrieb zu beanstanden. In der Tat wurde ebenfalls beim Staat das sogenannte S/technique nicht flächendeckend eingeführt, sondern auf Grund der Postenbeschreibung.

Eine erfreuliche Nachricht gab es dann aber noch zum Schluss. Der Minister informierte uns, dass die Abgeordnetenkammer die Anpassungen des Gehälterabkommens in Kürze annehmen werde. So kann im ersten Quartal 2018 die Punktwerterhöhung von 1,5% erfolgen, des Weiteren werden die Essenszulage und die sozialen Urlaube angepasst.

Bei den Kollegen der FGFC ist die Lage ähnlich mühsam wie bei uns. Die Reform des öffentlichen Dienstes ist seit September 2017 rechtskräftig. Die Umsetzung gestaltet sich mehr als schwierig, da sich der Dialog mit ihrem politischen Gegenüber, dem SYVICOL, mehr als schwierig gestaltet. Solch eine Reforme flächendeckend in den 108 Gemeinden gerecht und nachvollziehbar umzusetzen, ist eine Sisyphus Arbeit.

Indes sind sich FGFC und SYPROLUX in einem Punkt mehr als einig: eine Reform der Reform muss angepeilt werden.

SYPROLUX Secrétariat Général