Generalversammlung der Pensionierten- und Witwenkommission

Kürzlich fand die alljährliche Versammlung der Pensionierten- und Witwen des SYPROLUX statt, und dies traditionell in den Räumlichkeiten des Blindenheims in Berschbach. Zahlreiche Mitglieder hatten sich dann auch eingefunden um an dieser Generalversammlung teilzunehmen. Ein Zeichen, dass auch die pensionierten Kolleginnen und Kollegen immer noch reges Interesse an ihrer Gewerkschaft und an dem was bei der CFL-Gesellschaft geschieht bekunden.

Die Kommission wurde im Jahre 1978 durch einen Kongressbeschluss ins Leben gerufen. Seitdem übernimmt sie die Betreuung der pensionierten Eisenbahnerinnen und Eisenbahner und gibt ihnen die Möglichkeit in Tuchfühlung mit der Gewerkschaft zu bleiben. Durch die Präsenz der SYPROLUX- Präsidentin Mylène Bianchy bei den regelmäßigen Kommissionssitzungen ist ein reger Informationsfluss garantiert und alle relevanten Neuigkeiten beim SYPROLUX und bei der CFL-Gesellschaft finden so ihren Weg zu den Mitgliedern der Kommission.

Die Kommissionspräsidentin konnte, wie schon gesagt, zahlreiche Mitglieder in Berschbach begrüßen. Danach stand dann der Tätigkeitsbericht der vergangenen Periode auf der Tagesordnung. Hier wurde Rechenschaft über die Arbeit der Kommission abgelegt. Bei der letzten Generalversammlung war der Deputierte Paul-Henri Meyers anwesend um über das Thema „Unter Curatelle oder Tutelle stellen“ zu referieren. Die ganztägige Versammlung der Kommission fand im Juni statt in Kombination mit einer Besichtigung der Valorlux. Im September stand der traditionelle Ausflug auf dem Programm und führte die Teilnehmer nach Nennig, wo die römische Villa Borg besichtigt wurde und danach in Remerschen das Biodiversum. Alles in allem interessante Einblicke ins römische Soldaten- und Alltagsleben, sowie in die Maßnahmen zur Biodiversität und der Artenerhaltung rundum die Baggerweiher.

Wie bei jeder Generalversammlung stand auch dieses Mal die Ehrung der ältesten anwesenden Mitglieder an, und dies einmal nach Lebensalter und einmal nach Mitgliederjahren im SYPROLUX. Ihnen wurde ein kleines Präsent überreicht. Geehrt wurden dieses Jahr Herr Georges Schroeder und Frau Marie Majerus-Hetting.

Nach diesem offiziellen Teil war es dann an dem Vertreter der Police Grand-Ducale Herrn Marc Ragnacci über die Sicherheit daheim und unterwegs zu sprechen und dies speziell aus dem Blickwinkel der älteren Mitbürger. Ein erster Block an Informationen betraf die Sicherheit zu Hause. Antworten auf die Frage „Wie mache ich mein Heim so einbruchsicher als möglich?“ wurden geliefert und es wurde viel über einbruchsichere Fenster und Türen gesprochen. Auch Alarmanlagen sind ein Thema und können entscheidend zum Sicherheitsgefühl beitragen. Nicht zu unterschätzen ist und bleibt aber auch die Nachbarschaft. In der Tat kann der Nachbar ein wachsames Auge auf unser Zuhause haben und zum Beispiel den Briefkasten leeren wenn man verreist ist. Bei Unregelmäßigkeiten kann er die Initiative ergreifen und gegebenenfalls die Polizei alarmieren.

Speziell bei älteren Mitbürgern haben Trickbetrüger teilweise noch immer zu leichtes Spiel. Hier gibt es den sogenannten Enkeltrick um an Geld zu kommen. Aber auch durch teilweise unnötige und schlampig ausgeführte Arbeiten am Haus verscha en Betrüger sich Zutritt. Dann gilt es im besten Fall überteuerte Rechnungen zu bezahlen. Im schlimmsten Fall wird man auch noch ausgeraubt. Hier hilft konsequente Aufklärungsarbeit. Man soll sich dieser Gefahr bewusst sein um dementsprechend handeln zu können. Traurig ist nur, dass diese Betrüger sich gezielt die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, das heißt die älteren Mitbürger aussuchen um ihre Betrügereien durch- zuziehen. Ein gesundes Misstrauen kann aber helfen solchen Betrügern nicht ausgeliefert zu sein.

Wichtige Hinweise gab es viele vom Vertreter der Polizei. Vor allem eins. Es sollte bekannt sein, dass jeder Polizist sich jederzeit ausweisen kann und auch Luxemburgisch spricht. Wenn man dies berücksichtigt kann man ausschließen auf Kriminelle, die sich als Polizist ausgeben und die unter irgendwelchen Begründungen oder Vorwänden Einlass begehren reinzufallen.

Auf Anfrage kann ein Polizist der Präventionseinheit bei jedem zu Hause eine Analyse der Schwachstellen vornehmen und Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Ein Angebot, das vielleicht vermehrt genutzt werden sollte. All dies nach dem Motto „Vorbeugen ist besser als heilen“. Ist der Einbruch erst mal geschehen, ist der Schaden angerichtet und man riskiert sich in seinen eigenen vier Wänden nicht mehr sicher zu fühlen. Bei Beobachtungen die einem verdächtig vorkommen oder bei Einbruchsversuchen soll man nicht zögern die Polizei zu rufen.

Nach diesem sehr interessanten Referat und der anschließenden bewegten Diskussion fand das gemeinsame Mittagessen statt.

Anschließend sprach die SYPROLUX-Präsidentin aktuelle Themen bei den CFL und beim SYPROLUX an. Hier einige der angesprochenen Themen: Neueinstellungen und Schulung der Mitarbeiter, Betriebs -und Arbeitssicherheit, Wohlbefinden am Arbeitsplatz, Mitarbeiterbewertung, CFL-Fahrplanwechsel und vieles mehr. Hier ging klar hervor, dass noch viel Arbeit auf die Personalvertreter und auf die SYPROLUX-Verantwortlichen zukommt. Auch dies ein interessanter Einblick in die Arbeit, die in den verschiedenen Gremien zu leisten ist.

Nach diesen Ausführungen fand die Generalversammlung ihr Ende, nicht ohne Gelegenheit zu einem angeregten Austausch unter den Teilnehmern zu bieten.

Viviane WEIS