Die CFL ist das was sie ist, durch seine Bedienstete

An einem sonnigen Montagnachmittag im Oktober lud die CFL-Generaldirektion alle Mitar- beiter und Mitarbeiterinnen zu einer Informationsversammlung in die „Rotonden“ nach Bonneweg ein. Hier wurden in Anwesenheit des MDDI Ministers François Bausch und zahlreichen Ehrengästen die Eisenbahnprojekte bis 2023 vorgestellt. In seiner Ansprache wies der Minister auf die großen Herausforderungen hin und versicherte, dass in den Jahren 2013 bis 2023 3,8 Milliarden Euro in die Eisenbahninfrastruktur investiert werden. Was ein Novum in der luxemburgischen Geschichte ist. So sei es auch von äußerster Wichtigkeit, diese Projekte voranzutreiben, da sie für das luxemburgische Verkehrsnetz unentbehrlich sind. Zum Schluss bedankte sich der Minister bei den CFL-Mitarbeiter(innen), für die getätigte Arbeit und zeigte sich überzeugt, dass auch in Zukunft die CFL diese „Challenge“ bewältigen wird, obwohl ein chronischer Mangel an Personal besteht.

Strategische Prioritäten

Der CFL-Generaldirektor Marc Wengler ging in seiner Ansprache kurz auf die Verspätungen ein, und versicherte alles dafür zu tun, diese zu verringern, um den Kunden, der im Mittel- punkt steht, zufrieden zu stellen. Die 5 Säulen auf denen die strategischen Prioritäten der CFL basieren sind folgende: „Sicherheit, Qualität, Innovation, Know-how und Leistung“. Wenn diese, von den CFL-Mitarbeiter(innen) umgesetzt werden, versicherte der CFL-Generaldirektor, werde die CFL auch in Zukunft ein unverzichtbarer Akteur im Transportwesen sein. Marc Wengler dankte den CFL-Mitarbeiter(innen) für ihre Motivation und ihr Engagement, die sie jeden Tag aufs Neue beweisen, umso zum Erfolg des Unternehmens beizutragen.

Zukunftsprojekte

In den kommenden Jahren stehen folgende Großprojekte auf dem Programm, um die Sicherheit, die Qualität, das Angebot und die Kapazität zu verbessern:

Die Einführung des ETCS und des GSM-R, kontinuierlicher Abbau von Bahnübergängen, Bau einer neuen Eisenbahnstrecke von Luxemburg nach Bettemburg, Fertigstellung des Viadukts Pulvermühle, Fertigstellung des zweigleisigen Ausbaus des Streckenabschnitts Luxemburg-Sandweiler/Contern, Ausbauarbeiten des Bahnhof Luxemburg, Umsteigeplattform Pfaffenthal-Kirchberg, Peripheriebahnhof Howald, Umbau- und Ausbauarbeiten im Bahnhof Ettelbrück, Bau von P&R-Gebäuden in Ettelbrück, Mersch, Wasserbillig, Rodange, Bascharage und Ulflingen, Modernisierung etlicher Bahnhöfe und Haltestellen und zu guter Letzt die Modernisierung des CFL-Fuhrparks.

Gelobtes CFL-Personal

Im Großen und Ganzen, kann man diese Projekte nur befürworten und sich bei den Verantwortlichen für das Lob gegenüber den Bediensteten bedanken. Die Zukunft der Eisenbahner (innen) ist gesichert. Leider gibt es ein Bemol beim Personal und das ist der chronische Mitarbeitermangel. Wird in den nächsten Jahren nicht kontinuierlich eingestellt, können diese Projekte nicht verwirklicht werden. Aus diesem Grund fordert der SYPROLUX die verschiedenen CFL-Dienste auf, schnellstens einen 5-Jahresplan für die Personaleinstellungen aufzustellen. So wird es bei den Effektivgesprächen für 2019 (die vor der Tür stehen) einfacher sein, die ausstehenden Posten zu bestimmen und schnellstmöglich zu besetzen.

Heute eingestellt, morgen noch kein Eisenbahner

Ein weiteres Problem ist die CFL spezifische Ausbildung. Diese Ausbildung die einige Zeit andauert muss in die Rechnung des Personalbestandes mit einbezogen werden, denn viele CFL-Bedienstete sind erst nach ein paar Jahren voll einsatzfähig.

Eisenbahner auf Lebenszeit?

Interessant, und für uns als SYPROLUX ebenfalls ein Element einer vorausschauenden Personalpolitik, ist die Zahl der fest eingestellten Mitarbeiter(innen) bzw. die Zahl der Kandidaten die nach ihren Examen infolge einer dreijährigen „Stagezeit“ übrigbleiben.

Also liegt es jetzt auch an der CFL-Direktion ihre Hausaufgaben zu erledigen, denn auch im Jahre 2023 wollen wir Eisenbahner(innen) wieder vom Minister für die gute und geleistete Arbeit gelobt werden.

Steve WATGEN