Space management und «Bien-être»

Space-Management, das neue „Modewort“ bei den CFL! Aber was bedeutet dieses Space-Management eigentlich? Das Space-Management definiert die minimale und maximale Bürofläche eines Büros, wobei diese auch von der Anzahl der Bediensteten und dem Dienstgrad abhängt. Das Space-Management wurde eingeführt um, alle Bediensteten gleich zu behandeln. Viele fragen sich sicher wann dieses Space-Management angewandt wird? Die Antwort lautet: bei jedem der ein neues Büro bezieht oder dahin umzieht.

Platzmangel überall

Allerdings bleibt für viele Bedienstete im Büro nicht mehr viel Platz. Neben den großen Schreibtischen nehmen die Ordnerschränke selbst viel Raum in Anspruch. Schränke, die trotz ihrer Anzahl und Größe immer noch nicht ausreichend sind. Was zu einem neuen Problem führt: wohin mit den Ordnern, die aus Platzmangel nicht im Büro gelagert werden können?

Archivieren? Ja! Allerdings werden die meisten Ordner und Pläne tagtäglich gebraucht und der Zeitaufwand bis zum Erhalten von archiviertem Material ist enorm und bremst dadurch die verlangte Produktivität!

Die Verantwortlichen, welche das Space-Management eingeführt haben, vergaßen, dass man nicht alle Büroeinheiten in einen Topf werfen kann. Abweichungen in der Größe der Büroflächen sind einfach notwendig, um für den Bediensteten einen optimalen Arbeitsplatz zu schaffen, wo effizient und produktiv gearbeitet werden kann.

Einfach unmöglich

Dazu gehört auch, dass der Arbeitsplatz, sprich, das Büro einladend wirkt und man nicht im Sommer das Gefühl hat einen 8 Stunden-Sauna-Gang abzusitzen.

Wo findet man da das viel gepriesene „Bien-être“ von dem der RH-Direktor soviel spricht? Wir als SYPROLUX verstehen, dass Arbeitsfläche Geld kostet aber bitte nicht auf dem Buckel der Bediensteten. Hat die CFL immer noch nicht verstanden, dass die über 3000 Bediensteten Tag für Tag ihr Bestes geben und auch bei nicht optimalen Arbeitsbedingungen dafür Sorge tragen, dass alles reibungslos abläuft? Ist es nicht an der Zeit endlich dieses versprochene „Bien-être“ in die Tat umzusetzen? Der SYPROLUX verlangt eine genaue Analyse der Büros und fordert die CFL-Verantwortlichen auf, sich jetzt mit dem Raum- und Platzmangel der Bediensteten auseinander zu setzen und sie endgültig zu lösen. Wir verlangen ein klares Konzept für die Unterbringung des Personals aus dem CFL-Direktionsgebäude. Die Gerüchte zu möglichen Umzugsplänen und Verlagerung einzelner Abteilungen sollen ein Ende haben. Eine klare Kommunikation an die Kollegen und Kolleginnen muss erfolgen.

Personalbestand, ein leidiges Thema

Ein weiterer Punkt, der nicht zum „Bien-être“ beiträgt sind die „journées improductives“. Jahr für Jahr werden zu dieser Zeit die Effektivverhandlungen geführt. Hier wird der Personalbestand für das kommende Jahr (in diesem Fall für 2018) aufgestellt. In der letzten Zentraldelegation vom 10.02.2017 wurden den Gewerkschaften die „journées improductives“ unterbreitet. Diese haben sich am 31.12.2016 auf 78628 Tage bei der CFL Gruppe angehäuft.

Der SYPROLUX wird in den Verhandlungen auf jeden Fall weitere Einstellungen fordern, um diese „journées improductives“ endlich in den Griff zu bekommen.

Steve WATGEN